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Engpass in der Versorgung mit Magnesium (Mg)

Wichtige Informationen für Kunden und Geschäftspartner

Die gegenwärtigen Versorgungsschwierigkeiten mit Legierungsmetallen und im Speziellen mit Magnesium veranlassen uns, Sie über den genauen Sachverhalt zu informieren:

China ist mit Abstand der grösste Erzeuger von Magnesium. Im September 2021 beschloss die Chinesische Zentralregierung, die Magnesiumproduktion um 50% zu drosseln. Der offizielle Grund dafür sei die Einsparung von Elektrizität und die Reduktion von CO2. Mit ca. 83% Weltmarktanteil sind solche Veränderungen in China nicht ohne Auswirkungen auf das globale Geschehen. Die Entscheidung der Chinesischen Regierung führte zu einem raschen Zusammenbruch von Lieferketten und stellt die europäische Aluminiumproduktion vor schier unlösbare Probleme. Denn Magnesium ist in den meisten Aluminiumlegierungen enthalten.

Es ist derzeit nicht klar, wie lange die chinesische Produktion auf reduzierter Leistung läuft. Zumindest scheint es so, dass bis Ende 2021 keine Entspannung zu erwarten ist. Alternative Produzenten aus anderen Nationen können den Ausfall kurzfristig sicher nicht kompensieren. Europäische Werke deckten sich fast zu 100 Prozent in China ein.

Diese Knappheit hat verschiedene gravierende Folgen für alle Beteiligten. Bedingt durch fehlendes Vormaterial besteht die Gefahr, dass Liefertermine nicht mehr eingehalten werden, bestätigte Mengen reduziert werden müssen und vereinbarte Preise nicht mehr gehalten werden können. Der Preis für Magnesium hat sich mittlerweile versechsfacht und neue Lieferungen aus China sind nicht in Sicht.

Auch wir werden nicht von Versorgungsengpässen verschont bleiben. Wir werden aber alles in unserer Macht Stehende unternehmen, die Versorgung für Sie trotz der Widerwärtigkeiten so gut wie möglich zu gewährleisten.

Wir hoffen, dass sich die derzeitigen Turbulenzen wieder glätten und die Lieferketten spätestens im Frühjahr 2022 wieder reibungsloser funktionieren. Wir halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass sich die Preise in naher Zukunft auf einem Niveau wie im Sommer 2021 wiederfinden.

Sollten sich weitere signifikante Veränderungen am Markt ergeben, werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Beste Grüsse

Claudio Roth / Geschäftsführer
Jürgen Fredel / Verkaufsleiter Edelstahl rostfrei, Baustahl, Nichteisenmetalle
Stefan Rutishauser / Leiter Einkauf

25.10.2021/ch