Das "all stainless"-Konzept verlängert die Lebensdauer von Spritzgussformen
Ob in Pharma, Medizintechnik oder Diagnostik – von Spritzgussformen wird heute mehr erwartet als «nur» das Produzieren einwandfreier Bauteile. Moderne Formen müssen nicht nur zuverlässig einsetzbar sein, sondern kontaminationsfrei performen, höchste Oberflächenqualität liefern, Zyklen verkürzen und im laufenden Betrieb planbar bleiben. Genau hier setzt das «all stainless»-Konzept der thyssenkrupp Materials Schweiz AG an.
SMM Schweizer Maschinenmarkt / Technologie-Standort Schweiz / November 2025
Was beinhaltet das "all stainless"-Werkstoffkonzept genau?
Das «all stainless»-Konzept optimiert nicht nur Langlebigkeit, Härte, Korrosionsbeständigkeit und Zerspanbarkeit einzelner Kunststoffformenstähle – es konstruiert vielmehr ein Zusammenspiel, welches Korrosion, Kontanimierung und dadurch Abrieb reduziert und Risiken minimiert. Das Resultat sind stabilere Prozesse.
Zwei Stähle - ein abgestimmter "all stainless"-Leistungsverbund
Der Formrahmen – die Lebensbasis für die Korrosionsbeständigkeit. Der Kunststoffformenstahl «THYROPLAST-2294» bildet das Fundament für Dauerleistung. Er überzeugt durch die seltene Kombination aus exzellenter Bearbeitbarkeit, Massstabilität und konsequenter Korrosionsbeständigkeit. Seine Leistungswerte entstehen nicht zufällig, sondern durch gezielte metallurgische Steuerung von Schwefelverteilung und der Wärmebehandlung. «THYROPLAST-2294» besitzt ein vorvergütetes, martensitisch-bainitisches Grundgefüge mit fein verteilten Karbiden und verdankt seine Korrosionsbeständigkeit nicht zuletzt dem optimalen Chrom-Anteil. Der formgebende Teil – das Herz der Performance – bildet der stickstofflegierte Hochleistungsstahl «THYROHARD-Xtra». Er liefert höchste Reinheit, polierfähige Spitzenoberflächen und Reinraumtauglichkeit – perfekt für optische, medizinische und pharmazeutische Präzisionsanforderungen.
Warum ist Langlebigkeit beim "all stainless"-Konzept ein bedeutender Mehrwert?
Langlebigkeit entsteht nicht allein durch Materialgüte. Sie entsteht erst dann, wenn Formrahmen und Einsatzgruppe werkstofftechnisch aufeinander abgestimmt sind. Erst dieses Tandem treibt eine Form zu sportlichen Höchstleistungen – über Jahre.